|
Die Helene-Lange-Schule ist in der Sek I eine teilweise offene Ganztagsschule mit Fünf-Tage-Woche. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 bis 10 sind verpflichtet, an drei Nachmittagen am Ganztagsbetrieb teilzunehmen.
Offener Beginn
Die Schule fängt täglich um 7.30 Uhr mit dem „Offenen Beginn“ an. Die folgende halbe Stunde ermöglicht den Schülerinnen und Schülern einen allmählichen Einstieg in den Unterrichtstag; sie dient entweder dem gemeinsamen Spiel oder Gesprächen, kann aber auch zur Erledigung schulischer Aufgaben genutzt werden. Die Schülerinnen und Schüler, die freiwillig dieses Angebot wahrnehmen, werden im ersten Halbjahr des fünften Jahrgangs von einer der beiden Klassenlehrkräfte betreut. An den Offenen Beginn schließt sich ein sechsstündiger Unterricht an, unterbrochen durch die notwendigen Frühstücks- und Spiel- bzw. Erholungspausen.
Das Mittagessen
Die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I nehmen am gemeinsamen Mittagessen teil, das in Jahrgang 5 klassenweise von einer Lehrkraft betreut wird. Auch hier verringert sich die Anzahl der Betreuenden mit zunehmendem Alter der Kinder. Ziele des gemeinsamen Essens sind neben der Pflege sozialer Kontakte die Vermittlung von Esskultur und die Entwicklung eines Bewusstseins für gesunde Ernährung.
Mittagsfreizeiten
Das Freizeitangebot in der 70-minütigen Mittagszeit soll sich im Wesentlichen aus folgenden (Fach-) Bereichen zusammensetzen:
- Sport / Spiel / Bewegung
- musisch-kultureller Bereich
- handwerklich-praktischer Bereich
- neue Medien
Die Mittagsfreizeitangebote werden an die oben genannten Fachbereiche mit angebunden, d. h. die Aufgabe der Fachbereiche ist es, in Zusammenarbeit mit dem Freizeitteam ihre Räumlichkeiten (Werkstätten, Computerraum, Musikräume, Kunsträume, Photolabor, Freizeiträume, Bibliothek, Turnhalle) täglich während der Mittagsfreizeit zu öffnen und ein interessantes Freizeitangebot durch eine „Fachkraft“ anzubieten. Durch diese Angebotspalette sollen die Schülerinnen und Schüler optimale Erholungsmöglichkeiten erhalten. Darüber hinaus können sie auf diese Weise verschiedene Formen der Freizeitgestaltung kennen lernen und ausprobieren. Durch jahrgangsübergreifende Angebote werden die Möglichkeiten zu sozialen Kontakten erweitert, andererseits bieten Gesprächskreise die Gelegenheit, alters- oder geschlechtsspezifische Problematiken oder soziale Konflikte aufzuarbeiten. Insofern kann es stellenweise sinnvoll sein, die prinzipiell für alle offene Teilnahme an den Freizeitangeboten zeitweise zu begrenzen.
Freizeitangebote werden von den Lehrerinnen, Lehrern und den pädagogischen MitarbeiterInnen vorgehalten, ebenso können Schülerinnen, Schüler und Eltern Angebote machen. Außerschulische Organisationen sind ebenfalls herzlich eingeladen. Insgesamt dient das Freizeitangebot der Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler. Zwar ist die Teilnahme prinzipiell freiwillig, aber die Lehrkräfte beraten besonders die Schülerinnen und Schüler, die Schwierigkeiten mit der selbständigen Gestaltung der Freizeit haben bzw. deren individuelle Entwicklung durch die Teilnahme an bestimmten Angeboten gefördert werden könnte.
Arbeits- und Übungsstunden
In den Arbeits- und Übungsstunden üben und vertiefen die Schülerinnen und Schüler den Unterrichtsstoff nach eigener Zeiteinteilung bzw. erarbeiten Weiterführendes. Um den Schülerinnen und Schülern bestmögliche Hilfestellungen zu ermöglichen, werden die Arbeits- und Übungsstunden von den Fachlehrkräften betreut. (Siehe Gesakobeschluss vom 16.3.2008)
Klassenratsstunde/Verfügungsstunde
In der wöchentlichen Klassenratsstunde, die es in allen Jahrgängen der Sek I gibt und die von beiden KlassenlehrerInnen betreut wird, werden in erster Linie Probleme und Konflikte besprochen und Planungen usw. erörtert. In der Sek II haben die SchülerInnen wöchentlich eine Verfügungsstunde bei ihren TuorInnen.
Arbeitsgemeinschaften
Alle Schülerinnen und Schüler haben an einem Nachmittag die Gelegenheit, an einer Arbeitsgemeinschaft teilzunehmen. Die Teilnahme an einer AG ist freiwillig. Ist jedoch die Entscheidung für eine AG getroffen worden, bindet diese die SchülerInnen für ein halbes Jahr. Alle AG-Angebote werden von den oben genannten (Fach-) Bereichen ebenfalls in enger Zusammenarbeit mit dem Freizeitteam geplant und gestaltet. Hierfür müssen die einzelnen (Fach-) Bereiche AG-LeiterInnen benennen und einsetzen. Durch die AG-Dauer (90 Minuten) bietet sich die Möglichkeit, außerschulische Lernorte aufzusuchen bzw. außerschulische Organisationen zu integrieren.
Damit die AGs für die Schülerinnen und Schüler eine größere Terminflexibilität zulassen, können diese ggf. auch als Projekte, Exkursion oder Wochenendveranstaltung angeboten werden.
Freiarbeit
Von der 5. bis zur 8. Klasse haben alle SchülerInnen (Ausnahme: Orchesterklassen, Französischkurs Jg 6) wöchentlich 2 Stunden Freiarbeit. Neben dem Kennen lernen verschiedener Methoden sollen die SchülerInnen in diesem Fach lernen
- Arbeitsinteressen zu entwickeln,
- selbständig zu arbeiten,
- Ergebnisse angemessen und unterschiedlich zu präsentieren,
- einen Arbeitsprozess zu reflektieren und daraus Konsequenzen für die weitere Arbeit zu ziehen
- und soziale Verhaltensweisen trainieren.
Für das Fach Freiarbeit wird eine eigene Fachkonferenz gebildet. Alles weitere ist im Freiarbeitskonzept nachzulesen.
Wahlpflichtprojekt
Zu Beginn der 9. bzw. 10. Klasse wählen die SchülerInnen ein wöchentlich zweistündiges Wahlpflichtprojekt. Es werden u. a. Kurse mit den Schwerpunkten Deutsch, Mathematik oder Englisch angeboten, damit die SchülerInnen in diesen abschlussrelevanten Fächern vertiefend arbeiten können. |