Die Schüler*innen sind in der Mittagsfreizeit Robotik konzentriert bei ihren Aufgaben. Gerne bauen sie eigene Robotermodelle, anstatt nach dem Legobauplan vorzugehen. Dies erfordert oft das Lösen konstruktiver Probleme, die während des Umsetzens einer Idee auftreten. Nach dem Zusammenbauen eines Roboters und dem Bestücken mit Sensoren erfolgt das Programmieren des Steuerbausteins mit der Lego Mindstorm Software. Das Ziel ist es mit dem Roboter Aufgaben zu lösen, wie z.B. Hindernissen ausweichen, Linien verfolgen oder Tischkanten erkennen.

Nach dem erfolgreichen „Tag der offenen Tür“ mit über 50 Firmen an der HLS wurde die Berufsorientierung im November weiter vertieft. Mit der Oldenburger Glaserei Gassewitz sowie dem Flugzeugteilehersteller Premium Aerotec aus Varel forciert der Fachbereich AWT die Unternehmungen unternehmensspezifische Tätigkeiten in den Technikunterricht zu integrieren. So zeigte Herr S. Gassewitz den Schüler*innen aus dem WPK Technik des 7. Jahrgangs, wie ein Spiegel hergestellt wird. Der sympathische Umgang mit den Schüler*innen sorgte für ein positives Arbeitsklima innerhalb des Kurses. Mit viel Elan arbeiteten die Nachwuchshandwerker*innen an ihrem eigenen Spiegel, den sie voller Stolz mit nach Hause nehmen durften.

Mit dem Flugzeugteilehersteller Premium Aerotec war einer der attraktivsten Arbeitgeber aus der Region zu Gast im Technikunterricht. Die beiden Auszubildenden L.Cziep (Industriemechaniker) und J. Schaaf (Mechatroniker) stellten passend zur Jahreszeit einen Kerzenständer her. Dabei erlernten die Schüler*innen das Gewindeschneiden. Während der professionellen handwerklichen Betreuung der beiden Auszubildenden wurden tiefgründige Fragen über den Standort Varel beantwortet. Die Schüler*innen waren von den beruflichen Möglichkeiten begeistert und zahlten diese Begeisterung mit hoher Motivation bei der abschließenden Herstellung des Flaschenöffners zurück.

Zukünftig sollen weitere Firmen aus den Bereichen Holz, Metall, Elektro, Kunststoff und Bau die Chance erhalten berufsspezifische Fertigkeiten an der HLS im Technikunterricht umzusetzen. So soll ein fundiertes Netzwerk zur Berufsorientierung für Schüler*innen errichtet werden.

Oldenburg, 27.11.2019

Kai Hollwege

Axel Stefan

Projektwoche 2019 - #Veränderung

Politisch, gesellschaftskritisch, kreativ und handwerklich setzten sich Schüler*innen und Lehrer*innen der Helene-Lange-Schule vom 27. Juni bis zum 01. Juli 2019 mit dem #Veränderung in 46 Arbeitsgruppen auseinander. Wir beschäftigten uns u.a. mit politischen Bewegungen, die einen gesellschaftlichen Wandel erreichen wollen, wie der Frauenbewegung, der Bürgerrechtsbewegung in den USA oder der Fridays-For-Future Bewegung.

In dem „Poetry Project“ verfassten Schüler*innen Texte zu Ihren Fluchterfahrungen. Der Wandel verschiedener geschichtlicher Aspekte, wie z.B. die Entwicklung der Mode sowie der Kunstbegriff,  wurde in eigenen künstlerischen Werkern umgesetzt.  Auf satirische Weise setzte sich das Theaterprojekt mit Umweltproblematiken auseinander. Auch brachten die Schüler*innen eine sichtbare Veränderung in die Gestaltung des Schulgeländes ein. Aus Pallettenholz wurden z.B. Kräuterinseln gebaut, Sitzbänke und Tische wurden lackiert und das Fußballfeld neu eingezeichnet.

Diese und viele weitere Projekte wurden zum Abschluss im Rahmen einer großen Präsentation Eltern, Lehrer*innen und Freund*innen unserer Schule vorgestellt.

Wir bedanken uns bei allen für diesen vielfältigen, kreativen und anregenden Austausch.

 

Zu Besuch bei Bulle und Bär

Die Schülerredaktion durfte einen Tag lang hinter die Kulissen der Frankfurter Wertpapierbörse blicken. Es ist faszinierend, was an so einem Handelsplatz alles passiert.

Vor dem Börsengebäude mit seinem ehrwürdigen Säulenportal begrüßen uns ein bronzener Bulle und ein Bär. Der Bulle symbolisiert steigende Aktienkurse, der Bär fallende. Diese Skulpturen sind so etwas wie das Wahrzeichen der Börse in Frankfurt am Main. Sie ist die größte der sieben deutschen Wertpapierbörsen. Das sind sozusagen Marktplätze für Aktien & Co (Aktien -> handelsblattmachtschule.de/glossar). Als die Frankfurter Wertpapierbörse 1879 in ihren derzeitigen Standort umzog standen sich Käufer und Händler hier tatsächlich noch gegenüber. Heutzutage läuft der Großteil des Wertpapierhandels aber natürlich über vollelektronische Computersysteme und wird von den so genannten „Spezialisten“ überwacht.

Von zentraler Bedeutung im Aktienmarkt ist der Deutsche Aktien Index (DAX). Hier sind die 30 größten an der Börse gehandelten deutschen Aktiengesellschaften (AG) gelistet. Solch eine AG ist ein Unternehmen, das verschiedenen Personen (Aktionären) gehört. Wenn Aktien einer AG zum ersten Mal über die Börse gehandelt werden (Börsengang), wird das in Frankfurt mit einem „Opening Bell Event“ gefeiert. Ein Unternehmensvertreter läutet im Handelsraum der Börse dann zum Start die Börsenglocke.

Aktuell baut die Deutsche Börse ihr Besucherzentrum um. Wir konnten es bei unserem Besuch bereits exklusiv über Virtual-Reality-Brillen erkunden. Wenn das Zentrum Anfang 2020 fertig ist, werden Besucher jeden Alters hier in einer interaktiven Ausstellung eine Menge über die Aktienkultur und das Geschehen am Aktienmarkt erfahren. Dies geschieht unter anderem mit sechs Meter langen Touch-Screens, historischen Exponaten (z.B. die alten Handelsschranken) und einem exklusiven Blick aufs Börsenparkett, also dem eigentlichen Handelsraum.

Das aktuelle Produkt der Südafrika-AG "Partnerschaft schafft Energie - partnership creates power" ist ein voller Erfolg. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten in den letzten Wochen zwei spezielle Pflanzbaukästen für die Anzucht von gesundem Gemüse. Jeder Pflanzbaukasten enthält Samen, Pflanzerde, Anleitungen und ein Rezept passend zu den Gemüsesorten im Paket. 15 liebevoll hergestellte Pflanzbaukästen für eine gesunde Pizza und 15 geschmackvoll gestaltete Pflanzbaukästen für eine leckere Kürbissuppe wurden den Besuchern des Weihnachtskonzertes zum Verkauf angeboten.

Die Mitglieder der AG haben sich vorgenommen, gemeinsam mit ihren südafrikanischen Gästen im März 2019 weitere Pflanzbaukästen herzustellen. Die dann verwendeten Samen wollen die Schülerinnen und Schüler selbst gewinnen und dafür sogar ein Gewächshaus aufbauen. Interessenten für die nächste Serie können ihre Bestellung abgeben unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Frohe Weihnachten

In der Adventszeit geht in diesem Jahr ein besonderer Dank an den Wahlpflichtkurs Technik des siebten Jahrgangs: Mit ihrer Lehrerin Anja Remy haben die Schülerinnen und Schüler mit viel handwerklichem Geschick gemeinsam einen Weihnachtsbaum gefertigt, der nun in jedem Dezember unsere Pausenhalle schmücken wird.

Secondhand ist Trend

Alte Klamotten spenden oder verkaufen? Warum nicht? Man wird die Sachen los, es ist nachhaltig und ein anderer freut sich über die Kleidungsstücke.

In Deutschland werden Jahr für Jahr rund 1,3 Millionen Tonnen Kleidung entsorgt. Das ist viel zu viel. Nachhaltiger ist es, T-Shirts oder Jeans an andere weiterzugeben, wenn sie einem nicht mehr gefallen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten: Flohmärkte, Tauschaktionen, Onlineshops oder Secondhandläden. Den Laden Westend gibt es in Oldenburg bereits seit 30 Jahren. Ich habe bei seiner Inhaberin einmal nachgefragt, wie ihr Konzept funktioniert und wie Secondhandware in Oldenburg läuft.

Bei den Westend-Kunden ist alles dabei – Jung und Alt, Männer und Frauen. Dennoch gibt es deutlich mehr Kundinnen. Einen großen Anteil machen auch Studenten aus. Bei ihnen ist es gang und gäbe, ein paar Klamotten loszuwerden und sich nach neuen umzuschauen. Gibt man seine eigenen Klamotten ab, die zu Hause nur noch nutzlos rumliegen, schaut sich die Inhaberin im Laden zuerst einmal an, ob die Kleidungsstücke sauber und in Ordnung sind. Zudem achtet sie darauf, dass die Sachen noch in Mode sind. Der absolut neueste Trend muss es aber nicht sein. Alle Sachen, die die Händlerin nimmt, hängen für maximal einen Monat im Laden. Was bis dahin nicht verkauft wurde, geht an den Kunden zurück. Für die verkauften Klamotten bekommt der Kunde die Hälfte des Preises. Die andere Hälfte behält das Geschäft – plus 19 Prozent Mehrwertsteuer. Das ist jedenfalls bei Westend so. In anderen Läden gibt es andere Preismodelle.

Obwohl es mittlerweile auch viele Secondhand- Shops im Internet gibt, lässt die Nachfrage im Westend nicht nach. Das Geschäft ist immer gut besucht und der Terminkalender voll mit Kunden, die ihre Klamotten abgeben wollen. Für viele ist Secondhand wohl einfach eine tolle Möglichkeit, nachhaltig zu agieren und daran auch noch etwas zu verdienen.

Marie Lügger(Jahrgang 12, Helene-Lange-Schule Oldenburg)

Quelle: Handelsblatt Newcomer, Ausgabe 51, November-Dezember 2018

Im Rahmen der Berufsorientierung übernahmen drei Auszubildende des Airbus- und Boeingzulieferers Premium AEOROTEC aus Varel für eine Doppelstunde den Technikunterricht an der Helene-Lange-Schule. Die Aluminium- und Edelstahlbearbeitung stand bei der Herstellung eines Blechmännchens und eines Flaschenöffners im Fokus. Der Technikkurs der 6d freute sich über den abwechslungsreichen und bis ins letzte Detail geplanten Technikunterricht. Die drei Auszubildenden Evelyn Berger, Oke Hinrichs und Airik Brockmann aus den Werken Varel und Augsburg schafften es innerhalb kürzester Zeit den Technikernachwuchs der HLS von ihrem Ausbildungsberufen zu begeistern und Arbeitsschritte aus ihrem Berufsalltag vorzustellen, die dann von den Schülerinnen und Schülern präzise umgesetzt wurden. 

Zur Vorgeschichte: Der Ausbildungskoordinator Henning Fellensiek lud während des Besuchs an der HLS Fachbereichsleiter AWT, Kai Hollwege, zu einer Betriebsbesichtung ein. Eine dreiköpfige Delegation bestehend aus Anja Remy, Kai Hollwege und Axel Stefan nahmen die Einladung dankend an und erhielten durch Henning Fellensiek und Nikaas Dulitz eine imposante Führung durch das Werk in Varel. Ziel des Austausches zwischen Premium AEROTEC und der HLS ist der nachhaltige Aufbau einer Kooperation zur Stärkung des Technikunterrichts und der konkreten Berufsorientierung innerhalb des Technikunterrichts der HLS.

Wer macht den schönsten Spiegel der Stadt Oldenburg? Die Schülerinnen und Schüler der Helene-Lange-Schule! Dank der Oldenburger Glaserei Gassewitz erlernten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a im Rahmen der Berufsorientierung innerhalb des Technikunterrichts Grundlagen aus dem Beruf des Glasers. Nachdem der designierte Firmenchef Stefan Gassewitz die Glaserei, den Beruf und den Werkstoff Glas vorgestellt hat, stellten die Nachwuchshandwerker einen eigenen Spiegel her. Die besonderen Herausforderungen bei der Berarbeitung von Glas wurden von den jungen Technikern mit Begeisterung bewältigt. Zufriedene Schülerinnen und Schüler bedankten sich bei Stefan Gassewitz für die interessanten Einblicke in das krisensichere Handwerk. In der Hoffnung, dass das Ansehen des Handwerks in der Gesellschaft zukünftig steigt, freut sich die Oldenburger Firma auf gemeinsame Projekte in Kooperation mit der Helene-Lange-Schule. 

Informationen zur Firma und zur Karriere im Handwerk: http://glaserei-gassewitz.de

Erfolgreich verlief das erste gemeinsame Projekt zwischen der Arbeitsgruppe Technische Bildung der Universität Oldenburg und dem Bereich AWT der HLS. Vier Studenten stellten gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des 7. Jahrgangs einen Fahrradanhänger her. In zahlreichen spannenden Technikstunden sammelten die Studenten vielerlei Praxiserfahrungen. Die Schülerinnen und Schüler profitierten während der gesamten Bauzeit von der akribischen Unterrichtsvorbereitung der Studenten und arbeiteten mit viel Freude an den unterschiedlichen Komponenten (Schubladen, Gehäuse, etc.) des Fahrradanhängers. Für die Zukunft sind weitere gemeinsame Projekte geplant, um einerseits den Nachwuchs an Lehrkräften und auch den potentiellen Nachwuchs an Handwerkern oder Ingenieuren bestmöglich zu fördern.

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