Oberstufe

Die Welt ist außer Atem

2020: Darstellendes Spiel in Jahrgang 12 – Theater ohne Zuschauer:

Wir hatten eine Mission - ein Theaterstück zu kreieren, das die aktuellen Missstände der Welt, ob in sozialer oder ökologischer Weise, aufdecken sollte. Da wir aber rund um die Uhr mitbekommen, wie Menschen immer wieder davon sprechen wie „schlecht“ alles ist, wollten wir dem etwas anderes gegenüberstellen. Also setzten wir uns als Leitmotiv die „Hoffnung“. Was wurde denn schon bewirkt? Wer hilft eigentlich die ganze Zeit? Wer rettet uns? Und uns fiel auf, dass wir darüber noch gar nicht so viel Wissen hatten. Aber was hätten wir zu unserer Verteidigung vorzubringen, wenn die Götter beschließen würden, die Erde als gescheitertes Projekt zu vernichten? Was haben wir Menschen eigentlich je für die Erde getan? Also forschten wir nach und informierten uns über Menschen, die aktiv zu einer besseren Welt beitragen oder beigetragen haben: die Preisträger des „Right Livelihood Awards“ (Alternativer Nobelpreis). Ihre Arbeit haben wir als Inspiration genommen. Dabei sind wir auf beeindruckende Menschen gestoßen, die teilweise unter Einsatz ihres Lebens für die Bewahrung der Natur und das Ende der Gewalt gekämpft haben oder immer noch kämpfen. Um die Zuschauer an den Erkenntnissen unserer Forschungsreise teilhaben zu lassen, haben wir Figuren für eine Reisegruppe* erarbeitet, die die Suche nach der Hoffnung in katastrophalen und tragischen Weltsituationen auf sich nehmen. Sie bereisen zunächst das Amazonasgebiet und begegnen den Yanomami, dann reisen sie nach China und erleben Gewalt an Frauen. Schließlich endet ihre Reise in USA, wo Chemiekonzerne ungestraft Gewässer verseuchen. Aber ist das genug? Ist das Projekt Erde nicht trotzdem gescheitert? Oder gibt es noch Hoffnung?

Dieses motivierende und vielseitige Theaterstück, an dem wir das letzte Jahr gearbeitet haben, konnten wir aufgrund der aktuellen Lage nicht aufführen. Daher würden wir sehr gerne einen kleinen Einblick in unser Projekt liefern, anhand eines selbstgestalteten Trailers, bestehend aus Action, Drama, der traurigen Wahrheit und mit einer Prise Humor. Wir hoffen wir haben euer Interesse für unser Projekt geweckt, viel Spaß beim Gucken! 

 

Von Chantal Mouawad und Alexa Schmitz, DS-Kurs Frau Schlalos

 

*Diese Reisegruppe besteht aus sehr unterschiedlichen Charakteren, die die verschiedenen Arten von Menschen repräsentieren. Zum einen gibt es die Tussi – welche Oberflächlichkeit und Naivität wiederspiegelt. Der Junkie sieht die Welt und ihre zahlreichen Facetten sehr blauäugig. Der Besserwisser und seine Rolle dienen dazu, dass das Theaterstück auch mit informativem Wissen gefüllt wird. Damit muss er auch immer wieder prahlen und angeben ;). Außerdem gibt es noch den Esel. Der Esel symbolisiert die betroffenen Tiere und wie die Auswirkungen menschlichen Fehlverhaltens (z.B. Klimawandel, Abholzung im Amazonas) ihre Lebensart und ihren Lebensraum beeinflussen. Er gibt den Tieren mit seinem entzückenden „IA“ eine Stimme.

 

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