Demokratie lebt vom Dialog

Bundestagsabgeordneter Dennis Rohde zu Besuch in der Klasse 10c
Wie funktioniert Politik eigentlich in der Praxis? Welche Entscheidungen müssen im Bundestag getroffen werden und wie geht man mit Kritik um? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die Schüler:innen der Klasse 10c der Helene-Lange-Schule beim Besuch des Bundestagsabgeordneten Dennis Rohde. Begleitet wurde er von Stefan Gottschalk, einem ehemaligen Schüler der HLS. Begrüßt wurden die Gäste von der Didaktischen Leiterin der Schule.
Bereits während ihrer Klassenfahrt im August wollte die 10c den Deutschen Bundestag besuchen und mit Dennis Rohde ins Gespräch kommen. Aufgrund einer kurzfristig angesetzten Haushaltssitzung konnte der geplante persönliche Austausch damals jedoch nicht stattfinden. Dennis Rohde ließ es sich daraufhin nicht nehmen, den Kontakt nachzuholen, und schlug kurzerhand einen Besuch in der Helene-Lange-Schule vor. So wurde aus dem ursprünglich geplanten Treffen in Berlin ein direkter Austausch im Klassenzimmer.
Dort ging es anschließend direkt zur Sache: Die Schüler:innen hatten sich im Vorfeld intensiv mit politischen Themen auseinandergesetzt und eigene Fragen vorbereitet. Dabei ging es unter anderem um den Krieg in der Ukraine, den Umgang mit der AfD, den Bundeshaushalt und das Vertrauen der Bürger:innen in die Politik.
Die Fragen der Jugendlichen waren vielfältig und zeigten, dass sie sich kritisch mit aktuellen politischen Herausforderungen beschäftigen. So wollten sie beispielsweise wissen, wie das Vertrauen der Bürger:innen in die Politik zurückgewonnen werden kann und welche persönliche Rolle Dennis Rohde bei den Entscheidungen über den Bundeshaushalt spielt. Auch der Umgang mit öffentlicher Kritik und die Herausforderungen bei der Planung staatlicher Ausgaben kamen zur Sprache.
Besonders interessant war für die Schüler:innen die Frage, wie politische Versprechen umgesetzt werden können, wenn die finanziellen Mittel dafür eigentlich nicht ausreichen. Dennis Rohde gab Einblicke in seinen Arbeitsalltag und erläuterte, vor welchen Herausforderungen politische Entscheidungsträger:innen stehen.
Die Schüler:innen hörten aufmerksam zu, setzten sich mit den Antworten auseinander und nutzten die Gelegenheit, mit weiteren Fragen nachzuhaken. So entwickelte sich ein lebendiger Austausch, bei dem nicht nur Fragen beantwortet, sondern auch unterschiedliche Perspektiven beleuchtet wurden.
Nicht nur die Jugendlichen waren von der Begegnung begeistert. Auch die Klassenlehrkräfte bewerteten den Besuch als wertvolle Erfahrung. Klassenlehrer Kai Hollwege betonte, dass der direkte Austausch mit politischen Entscheidungsträger:innen für junge Menschen besonders wichtig sei. Sie könnten ihre Fragen stellen, politische Entscheidungen besser verstehen und erfahren, dass ihre eigene Stimme zähle. Solche Erfahrungen stärkten das Interesse an Politik und ermutigten dazu, sich aktiv für die Demokratie einzusetzen.
Demokratie lebt vom Dialog.
Wenn junge Menschen die Möglichkeit erhalten, ihre Fragen direkt an Politiker:innen zu richten, wird Politik greifbarer und politische Bildung lebendig.
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