Naturwissenschaften

Klimabotschafter stellen 2012 ihre Arbeit auf der Lehrertagung in Loccum vor

Wir sind 13 Jährige Schüler und haben mehr unternommen als die Politiker. Vom 26. bis 28. November 2012 fand die Tagung „Globale Entwicklungen begreifen und gestalten“ in der Ev. Akademie in Loccum statt. Es handelte sich dabei um die Abschlusstagung der zweijährigen Pilotschulphase zur Umsetzung des Orientierungsrahmen Globales Lernen und diente dazu, Ergebnisse zusammenzufassen, zu diskutieren und an das Kultusministerium zurückzumelden.

Die Helene-Lange-Schule war ebenfalls Pilotschule während der zwei Jahre und stellte als eines ihrer Ergebnisse das Projekt „Klimabotschafter“ vor, das im WPK Umweltbildungskurs des 7/8 Jahrganges erarbeitet wurde. Ida, Jule, Max und Lukas aus dem WPK stellten vor ca. 70 Lehrern aus anderen Schulen und Vertretern aus dem Kultusministerium ihre Arbeit im WPK vor. Auch andere Schüler aus Berlin, Lüneburg und Ost-Rhauderfehn berichteten von ihren Schulprojekten. Die Lehrer und Politiker zeigten sich sehr beeindruckt von den selbstbewusst vorgetragenen Präsentationen. Die Schüler berichteten einstimmig, dass sie in freier organisierten Unterrichtsformen mit selbst gewählten Themen viel besser lernen können und zu mehr Ehrgeiz und Erfolg kommen.

Die Lehrer und Schüler nahmen im Verlauf der Tagung an verschiedenen Workshops teil, bei denen sie viel über die anderen Projekte der Schulen erfahren haben. Die Peerleader aus Ost-Rhauderfehn berichteten von ihren lokalen und internationalen Aktionen (www.peer-leader-international.org, die Comenius-Schule in Lüneburg von Unterrichtsformen wie Aula-Café und szenischen Installationen und zwei Schülerinnen der Ev. Schule Berlin Mitte stellten ihren gänzlich anderen Stundenplan, ihr als Lerntagebuch verstandenes Logbuch sowie ihr Fach „Herausforderung“ vor (www.ev-schule-zentrum.de).

Die Schülerinnen machten sich in einem Forum Gedanken darüber, wie man Themen des Globalen Lernens verstärkt in den Unterricht bringen könnte. Die Diskussion änderte sich aber schnell in eine Vision über eine „andere Schule“, die ein mehr eigenverantwortliches Lernen mit selbst gewähltern Themen ermöglichen solle. An oberster Stelle stand der Wunsch der Kinder nach einer flächendeckenden Gesamtschule, in der jeder Schüler sich zu Hause fühlt und frei und selbstbestimmt lernt.

Zitat von Max: „Nach einer Stunde Mathe wird’s schwierig zuzuhören, besser wärs, wenn ich mir da meine Zeit selbst freier einteilen könnte. Wenn ich andererseits mich den ganzen Vormittag mit Mathe beschäftigen könnte, bleibt es länger hängen, als wenn es vom nächsten Thema in der nächsten Doppelstunde eingeholt wird.“

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